WhatsApp: Fünf wichtige Regeln, damit Hacker nicht mitlesen können – FOCUS Online

WhatsApp ist der meistgenutzte Messenger weltweit. Zwei Milliarden Menschen rund um den Globus nutzen den Chat-Dienst inzwischen. Allein aus diesem Grund ist der Dienst auch eine attraktive Zielscheibe für Hacker und Cyberkriminelle. Damit die Privatsphäre und die Kontosicherheit des eigenen WhatsApp-Accounts bestens geschützt sind, gibt es einige Tipps, die Nutzer dringend beachten sollten. Denn nur so ist sichergestellt, dass der eigenen Account bei WhatsApp sicher und vor neugierigen Kontakten geschützt ist.

WhatsApp empfiehlt daher, folgende fünf Privatsphäre- und Sicherheitseinstellungen unbedingt zu beachten – andernfalls ist Ihr WhatsApp-Account nicht sicher.

1. WhatsApp: Verifizierung in zwei Schritten aktivieren

WhatsApp empfiehlt, die Verifizierung in zwei Schritten zu aktivieren. Diese Option bietet zusätzlichen Schutz und stellt sicher, dass nur der jeweilige Nutzer selbst Zugriff auf seinen eigenen Account hat.

“Jedes Mal, wenn du versuchst, deine Telefonnummer auf einem Gerät zu verifizieren und auf deinen Account zuzugreifen, wird WhatsApp dich nach einer vorher von dir festgelegten sechsstelligen PIN fragen”, teilt der Dienst mit. Wie man die Verifizierung in zwei Schritten aktivieren kann, erklärt WhatsApp hier. Übrigens: Um wirklich sicherzugehen, dass niemand sonst Zugriff auf den eigenen Account hat, sollte man diese PIN niemals weitergeben, empfiehlt WhatsApp.

2. Private Informationen verbergen

Viele Nutzer freuen sich über die Möglichkeit, ihr Profil mit einem Profilbild und einer Statusinformation personalisieren zu können. Diese Informationen möchte aber nicht jeder teilen. In den Account-Einstellungen kann man deshalb entscheiden, ob jeder, nur deine Kontakte oder niemand dein Profilbild und deine Statusinfos sehen dürfen. Auch können Nutzer hier festlegen, wer sehen kann, wann du zuletzt online warst. Wie das funktioniert, erfahren iPhone-Nutzer hier und Android-User hier.

3. Gruppeneinstellungen bei WhatsApp verwalten

Bisher konnten Nutzer von jedem anderen Nutzer zu Gruppen hinzugefügt werden. Jetzt lassen sich auch diese Einstellungen individuell anpassen. WhatsApp stellt es Nutzern frei, wer sie zu einer Gruppe hinzufügen darf. Dabei hat man die Wahl, ob jeder einen zu einer Gruppe hinzufügen kann, nur deine Kontakte oder sogar nur ausgewählte Kontakte. Hier geht’s zur Anleitung.

4. WhatsApp per Touch ID oder Face ID sichern

Die Verwendung von Touch ID oder Face ID sorgt für einen zusätzlichen Schutz deines WhatsApp-Accounts. iPhone-Nutzer können in den Einstellungen Face ID aktivieren, so dass sie nur durch Gesichtserkennung auf ihren WhatsApp-Account zugreifen können.

Für Android-Nutzer bietet WhatsApp eine Fingerabdruck-Sperre an. Wie bei anderen Apps, etwa Banking-Apps, kann man sich entscheiden, ob die Sperrung der App automatisch nach jedem Gebrauch oder erst nach einigen Stunden Inaktivität aktiviert werden soll.

5. Regelmäßig Updates durchführen

WhatsApp schließt mit App-Updates immer wieder auch Sicherheitslücken und Bugs. Viele Updates bringen deshalb auch verbesserte Sicherheitsfunktionen mit sich. Damit der Datenschutz immer auf dem neusten Stand ist, empfiehlt es sich, Updates im App Store und Play Store regelmäßig und zügig zu installieren.

WhatsApp hat mehr als zwei Milliarden Nutzer

Der Messengerdienst hat nach eigenen Angaben inzwischen weltweit mehr als zwei Milliarden Nutzer. Damit sei ein “Meilenstein” erreicht, erklärte die Facebook-Tochter am Mittwoch. Zugleich erneuerte WhatsApp sein Bekenntnis zu einer “starken Verschlüsselung” von Nachrichten, um die Privatsphäre seiner Nutzer zu schützen: “Wir werden bei der Sicherheit keine Kompromisse eingehen.”

WhatsApp war 2014 von Facebook übernommen worden und gehört inzwischen zu den wichtigsten Diensten des Internetgiganten. WhatsApp nutzt dabei eine sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Das bedeutet, dass die Nachrichten nur vom Sender und vom Empfänger gelesen werden können. Facebook will diese Technologie auch für seine anderen Dienste übernehmen.

Für diesen Schutz der Daten bekommt der Konzern zwar Beifall von Menschenrechts- und Datenschutzaktivisten. Für Kritik sorgen die Pläne aber bei Sicherheitsbehörden, die die Verschlüsselung im Kampf gegen Extremismus, Kinderpornografie und andere Verbrechen umgehen wollen.

Vergangene Woche wandten sich mehr als hundert Kinderschutzorganisationen gegen die Pläne von Facebook. Mit einer Ausweitung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung würden die Facebook-Dienste ein Austauschen von Kinderporno-Bildern und -Videos erleichtern, schrieben die Organisationen in einem offenen Brief an Facebook-Chef Mark Zuckerberg.

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